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Gesetze müssen endlich im 21. Jahrhundert ankommen. Das war das Thema der hochkarätig besetzten Expertenrunde bei der 4. Casinos Austria Ladies Lounge im Casino Velden. Die Keynotes von Bundespräsidentschaftskandidatin Dr. Irmgard Griss und Gault-Millau-Herausgeber Karl Hohenlohe führten zu einer angeregten Diskussionsrunde mit Casinos Austria Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner und Mag. Elisabeth Rothmüller-Jannach vor rund 200 interessierten Gästen.

Rund 110.000 Gesetze gibt es in Österreich. Ein großer Teil davon ist veraltet, vollkommen unverständlich geschrieben und in der Praxis schlichtweg nicht umsetzbar. Egal, aus welcher Branche, jede Unternehmerin und jeder Unternehmer leidet unter der zunehmenden Bürokratie und ärgert sich über sinnlose Regeln oder unvermeidbare Strafen. Je mehr Recht, desto größer ist also das Unrecht? Das ist eine der vielen Fragen, über die bei der 4. Casinos Austria Ladies Lounge im Casino Velden von namhaften Expertinnen und Experten unter der Moderation von Sylvia Gstättner, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, diskutiert wurde.

Gesetze bereinigen: Wirtschaft könnte Inventurvorschläge einbringen

Bundespräsidentschaftskandidatin und Richterin Dr. Irmgard Griss berichtete von ihren Erlebnissen und dem ambivalenten Verhältnis der Gesellschaft zu Gesetzen. Wenn etwas passiert, ist der Ruf nach einem entsprechenden Gesetz laut, in anderen Situationen hält man sich selbst nicht an Regeln und sucht im undurchschaubaren Gesetzeskonstrukt nach Schlupflöchern. Für Griss sind Gesetze Rahmenbedingungen, die das Zusammenleben regeln – fair und ausgewogen. „Um diese Gesetze anwenden zu können, müssen diese auch verstanden werden“, sagt Griss. Es gäbe eine Vielzahl von Vorschriften, die überarbeitet gehören. „Außerdem sollte in jedem neuen Gesetz angegeben werden, welche alten Regelungen dadurch aufgehoben werden“, sagt Griss weiters. Die Wirtschaft könnte eine Inventur aller Gesetze anregen und aufzeigen, welche Regelungen überholt oder überflüssig sind.

Kreativität und Innovation ausgebremst

Die Flut an Regeln trifft auch die Gastronomie. Journalist, Moderator und Gault-Millau-Herausgeber Karl Hohenlohe kennt das aus eigener Erfahrung. „Vor allem bei Jungunternehmern wird dadurch der Enthusiasmus gehemmt und die Energie für Kreativität geht verloren“, findet Hohenlohe.

Das kann Mag. Elisabeth Rothmüller-Jannach, Fahrschulinhaberin und WK-Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, unterstreichen. Durch die vielen Regelungen werde die unternehmerische Freiheit eingeengt. „In vielen Bereichen hat unsere Politik keinen Plan und nimmt uns durch Regeln die Lust am Unternehmertum“, empfindet Rothmüller-Jannach. Bestimmte Branchen wie Transport oder Gastronomie werden für die Jungen immer uninteressanter, Ausbildungsmöglichkeiten und Lehrlingszahlen gehen zurück.

„Gesetze und Kontrollen sind sehr wichtig. Aber es braucht in gewissen Bereichen mehr Eigenverantwortung – nicht Vater Staat, sondern Partner Staat“, findet Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin von Casinos Austria und den Österreichischen Lotterien. Sie hinterfragt, ob neun verschiedene Landesgesetze für eine Sache wirklich notwendig sind.

„Wir brauchen zum einen praxistaugliche Gesetze, zum anderen aber auch Eigenverantwortung“, fasst Gstättner zusammen. Gesetze müssten endlich im 21. Jahrhundert ankommen, damit der Papierkrieg ein Ende hat und Unternehmern wieder mehr Zeit für Innovation und Kreativität bleibt.

Im Anschluss an die Diskussion verwöhnte Haubenkoch Marcel J. Vanic die Gäste mit kulinarischen Highlights im Casineum. Neben Jakobsmuscheln und frischen Variationen vom heimischen Spargel sorgte das Team von Cuisino – Genuss Events by Casinos Austria mit Live-Cooking für Aufsehen. Alle fühlten sich sichtlich wohl und ließen den besonderen Abend bei Roulette Spielerklärungen und der Damentag Verlosung im Spielsaal ausklingen.

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