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In Österreich bahnt sich folgender Deal an: Das Unternehmen Leipnik-Lundenburger Invest und der Versicherungskonzerns UNIQA, die zu gleichen Teilen gemeinsam 22,7 Prozent an den Casinos Austria halten, wollen ihre Anteile veräüßern. Und Käufer ist niemand geringeres als der Erzrivale, der Glücksspielkonzern Novomatic.

Hinter Novomatic steckt der 68-jährige Johann F. Graf, Gründer und Eigentümer. Nun kann er mit seinem Unternehmen, welches ungleich ertragreicher ist als die Casinos Austria, bei dem teilstaatlichen Monopolisten einsteigen. Bei Leipnik-Lundenburger wurde der Verkauf der Anteile bereits bestätigt. Bei UNIQA müssen die verantwortlichen Gremien den Verkauf noch durchwinken. Beide Unternehmen haben ihre Casinos-Anteile in der Medial Beteiligungs-Gesellschaft gebündelt. Mitgesellschafter sind noch das Bankhaus Schelhammer & Schattera sowie die Vienna Insurance Group. Will Novomatic die Anteile übernehmen, muss man sich in die Medial-Gesellschaft einkaufen. Leipnik-Lundenburger Invest hat wohl ein Angebot von Novomatic zur Übernahme ihrer rund 29,6 Prozent Geschäftsanteile an der Medial schon angenommen. Der Vertrag sei schon unterschrieben. Das entspricht 11,34 Prozent von einer indirekten Beteiligung an der Casinos Austria AG. Auch die MTB Privatstiftung, welche 16,8 Prozent an den Casinos Austria hält, hat das Angebot der Novomatic wohl schon unterschrieben.

Johann F. Graf hat sich zudem in den vergangenen Wochen bei den Lotterien, die zu 68 Prozent der Casinos Austria AG gehören, schon mit 18 Prozent eingekauft. Durch den Einstieg bei den Casinos Austria ist nun die Entscheidung des Bundesverwaltungsgericht für Novomatic nicht mehr so tragisch. Nachdem der Glücksspielkonzern im vergangenen Jahr vom Finanzministerium zwei Lizenzen für Casino-Standorte (Wiener Prater, Bruck/Leitha) erteilt bekam, wurde die Vergabe nach einem Einspruch der Casinos Austria nun wieder gekippt. In Zukunft möchte Novomatic, wenn möglich noch weitere Anteile der Casinos Austria übernehmen.

Quelle: Kurier.at

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