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Literaturpreis Alpha: Die drei Finalistinnen stehen fest – Casinos Austria vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis am 17. November.

Der Countdown läuft. In vier Wochen, am 17. November 2015, wird der begehrte Literaturpreis Alpha zum mittlerweile sechsten Mal vergeben. Aus 48 Autorinnen und Autoren hatten es zunächst neun auf eine Shortlist geschafft, aus der nun die Alpha-Fachjury mit Schriftsteller Paulus Hochgatterer (Jury-Vorsitzender), Literaturjournalistin Gabriele Madeja, Musiker und Autor Ernst Molden sowie dem Leiter der Hauptbücherei Wien, Christian Jahl, die drei Finalistinnen nominiert hat.

Valerie Fritsch („Winters Garten“), Gesa Olkusz („Legenden“) und Karin Peschka („Watschenmann“) sind die Namen der drei Autorinnen, die nun darauf hoffen dürfen, die von Casinos Austria und den Büchereien Wien ins Leben gerufene Auszeichnung samt gewichtiger Trophäe und 10.000-Euro-Scheck zu bekommen. Die Inhaltsangaben der Romane „Watschenmann“ von Karin Peschka, „Legenden“ von Gesa Olkusz sowie „Winters Garten“ von Valerie Fritsch versprechen spannende Literatur.

Die Grazerin Valerie Fritsch ist zum zweiten Mal Kandidatin für den Alpha. Heuer hat sie es mit ihrem Roman „Winters Garten“ erstmals ins Finale geschafft. Sprachmächtig und in sinnlichen Bildern erzählt sie von einer Welt aus den Fugen. Von zwei Menschen, die sich unsterblich ineinander verlieben, als die Gegenwart nichts mehr verspricht und die Zukunft womöglich ein Traum bleibt. Ihr Roman hat es ebenfalls auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft und bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt hat sie bereits zwei Preise erhalten.

In ihrem ersten Roman „Legenden“ schreibt Gesa Olkusz über die Gespenster der Vergangenheit und die Liebe der Gegenwart. Es geht um Filbert, der sich in einer Schneenacht in Berlin in Mae verliebt. Doch die Legenden um seinen Großvater Stanis, der als Widerstandskämpfer in den Wäldern Osteuropas den Heldentod gestorben ist, lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Dann taucht Aureliusz auf, der nicht so harmlos ist, wie er aussieht. Eine Suche nach der Wahrheit, die nicht so leicht zu finden ist. Und Filbert will eigentlich nur Mae zurück haben.

Karin Peschka hat es mit ihrem Debütroman „Watschenmann“ ins Finale für den Alpha geschafft. Der Roman spielt in Wien im Jahr 1954. Die harten Nachkriegsjahre sind vorbei, Wiederaufbau und wirtschaftlicher Aufschwung prägen die Zeit. Doch nicht jeder findet Halt in einer Gesellschaft, die versucht, Krieg und Gewalt in die Vergangenheit abzuschieben. Lydia, Dragan und Heinrich gehören zu den Entwurzelten, die in einem Schuppen hausen und – jeder für sich – ein anderes Bild der Nachkriegsgesellschaft skizzieren.

Bereits seit 2010 vergibt Casinos Austria gemeinsam mit den Büchereien Wien den Literaturpreis Alpha an Nachwuchsschriftstellerinnen und -schriftsteller. Prof. Mag. Dietmar Hoscher, Vorstandsdirektor von Casinos Austria und Initiator des begehrten Preises, sieht den Alpha als wichtige Plattform für die Präsentation junger deutschsprachiger Literatur. Mit einem Preisgeld von 10.000 Euro zählt er zu den höchst dotierten Literaturpreisen im gesamten deutschsprachigen Raum. Wie gut die Alpha-Jury mit ihrem Votum immer wieder liegt, zeigt auch der Umstand, dass einige der bisherigen PreisträgerInnen in der Folge auch noch andere Preise erringen und unter anderem bei internationalen Veranstaltungen ein großes Publikum für sich gewinnen konnten.

Im Rahmen einer großen Gala für geladene Gäste, inklusive Lesungen der drei Finalistinnen, wird am 17. November im Studio 44 die Gewinnerin des Alpha 2015 bekannt gegeben.

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