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Eigentlich war das Jahr 2015 für die Spielbank Berlin ein gutes Jahr. Bei Spielern und Einsätzen erwarten die Betreiber ein Plus von 10 Prozent. Zudem fand das Poker-Highlight des Jahres, die World Series of Poker Europe (WSOPE) 2015, in der Spielbank Berlin statt. Doch die Lizenz der Spielbank läuft aus. Der Berliner Senat muss die Konzession ausschreiben.

Mehrere Wettbewerber wollen sich die Lizenz für die Spielbank Berlin sichern. Darunter auch Europas Glücksspiel-Gigant Gauselmann mit seiner Marke Merkur-Spielothek. Die Gauselmann-Gruppe arbeitet mit dem Grand Casino Baden in der Schweiz zusammen und eröffnete in Leuna die Spielbank Sachsen-Anhalt. Bald kommt ein weiteres Casino in Magdeburg dazu. In Wien übernahm man mit Partnern das Stadtcasino. Gauselmann will seine Gruppe mit fast zwei Milliarden Euro Jahresumsatz und 9.000 Mitarbeitern in eine Familienstiftung überführen.

Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres musste entsprechend den Vorgaben der EU erstmals eine Lizenz für den Spielbankbetrieb über die nächsten 15 Jahre ausschreiben. Die bisherige Erlaubnis endet am 31. Dezember 2015. Die Ausschreibungsunterlagen wurden aber viel zu spät herausgegeben. Man habe nicht damit gerechnet, dass sich ein neuer Bewerber um die Lizenz bemühen werde. Wäre dies nicht passiert, wäre eine Verlängerung der bisherigen Konzession längst unter Dach und Fach. Der geschäftsführende Gesellschafter der Spielbank Berlin GmbH Günter Münstermann fürchtet nun, dass er Mitarbeiter kündigen müsse. So sollte Münstermann eine vorläufige Konzession für zwei Jahre bekommmen. In dieser Zeit hätten die anderen Bewerber genug Zeit gehabt, sich mit einem soliden Konzept zu bewerben. Gauselmann ging gegen diese Interimskonzession vor das Verwaltungsgericht und musste dort in erster Instanz eine Niederlage hinnehmen. Nun geht der Fall vor das Oberverwaltungsgericht. Der Fall wird frühestens im Frühjahr 2016 abgeschlossen.

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